High-Tech im Traditionsbetrieb – drei Rottaler Beispiele

High-Tech im Traditionsbetrieb – drei Rottaler Beispiele

Es war die erste GeoComPass-Veranstaltung dieses Jahres, so wie es im Frühjahr2020 die erste GeoComPass-Exkursion gewesen war, die dem Coronavirus und dem ersten Lockdown zum Opfer fiel: Die wirtschaftsgeographische Erkundungsfahrt unter der Leitung von Dr. Katharina Eckinger führte am 1. April 2022 durch das niederbayerische Tertiärhügelland ins Rottal.

Bei der ersten Station, dem Siliziumwerk in Pocking, erwartete die Exkursionsteilnehmer:innen bereits ein „Höllenfeuer“ – Geschäftsführer Stephan Bauer erläuterte den Schmelzprozess von Quarz, Sand und Kies zu einem metallurgischen Silizium-Metall, das in der Silikonchemie und in der Mikroelektronik sowie in Solarzellen Verwendung findet. Ein zukunftsträchtiger wie unentbehrlicher Grundstoff aus dem Rottal!

Unweit davon befinden sich seit 1820 als Familienunternehmen die Holzwerke Strunz. Was so harmlos als „Holzwerk“ firmiert, gehört als ebenso traditionsreicher wie im wahrsten Sinne des Wortes tonangebender Betrieb zu den hochspezialisierten Erzeugern von Resonanzholz für Musikinstrumente. Inhaber Thomas Hilz präsentierte in emphatischer wie empathischer Weise die Produktion und gab auf einem Flügel der Firma Schimmel, der ehemals Udo Jürgens um die Welt begleitete, in seinem Wohnzimmer eine kurze Klang-Kostprobe von der Qualität der Pockinger Holzverarbeitung.

Schließlich galt dem Johannesbad in Bad Füssing ein Besuch, mit einem Rundgang mit Herrn Krieg durch eine der größten Thermenanlagen Deutschlands. Das schwefelhaltige Heilwasser sprudelt mit 56° C aus der Tiefe. Warum das so ist, das erklärte Dr. Katharina Eckinger einem mit vielen neuen Eindrücken versehenen Exkursionspublikum auf der Rückfahrt nach Passau.

Bildenachweis: Eckinger

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.