Wo Spaniens Sonne am höchsten steht? Andalusiens kulturelles Erbe und aktuelle soziale und ökonomische Herausforderungen

GeoComPass UNTERWEGS | "Al-Andalus", das maurische Andalusien, galt als blühende und ausgefeilte Kultur in einer Zeit, in der Mitteleuropa noch in tiefer Dunkelheit lag - so jedenfalls lauten Berichte aus der damaligen Zeit. Wo trägt Andalusien auch heute noch Blüte?

GeoComPass UNTERWEGS | "Al-Andalus", das maurische Andalusien, galt als blühende und ausgefeilte Kultur in einer Zeit, in der Mitteleuropa noch in tiefer Dunkelheit lag - so jedenfalls lauten Berichte aus der damaligen Zeit. Wo trägt Andalusien auch heute noch Blüte?

Referent

Gamerith, Werner
Prof. Dr.

Start

20. Mai 2018

Ende

27. Mai 2018

Andalusien, die südlichste der spanischen Festlandsregionen, neigt zu gewissen Extrema – und dies nicht nur politisch, mit einer langen linksgerichteten, bisweilen revolutionär-anarchistischen Tradition, die aus dem ländlichen Widerstand gegen den Großgrundbesitz gespeist war. Nirgendwo auf der Iberischen Halbinsel sind die baulichen Zeugnisse der islamischen Mauren eindrucksvoller und weiter verbreitet. Und nicht nur dieses kulturell-religiöse Erbe, sondern auch eine hocheffiziente, mit Bauprojekten nicht zimperlich verfahrende Tourismusindustrie an der „Sonnenküste“ hat „al-Andalus“ zur zweitwichtigsten Festlandsdestination Spaniens, knapp hinter Katalonien, werden lassen. Extrem mutet auch „Europas größter Wintergarten“, das „Plastikmeer“ um El Ejido, an, in dem unter agroindustriellen Bedingungen laufend Nachschub für die Obst- und Gemüsetheken in europäischen Supermärkten produziert wird – allen Warnrufen vor einer rapiden Austrocknung und extremen Dürregefahr Südspaniens zum Trotz. Und zuletzt sitzt Andalusien immer noch der britische Stachel Gibraltar im Fleisch – ein politischer Dauerbrenner, dem in Zeiten von „Brexit“ und Wirtschaftskrise eine ungeahnte neue Rolle zukommt. Einladung zu einem südspanischen Kaleidoskop.

 

Bildnachweis: Werner Gamerith, Exkursionsbilder: Fritz Böhm und Werner Gamerith, Gruppenbilder: Werner Gamerith

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