GeoComPass Comeback

GeoComPass Comeback

GeoComPass-Comeback nach eineinhalb Jahren Corona-Zwangspause: alles ein wenig anders, alles ein wenig neu – und dennoch vertraut. Erstmals in der GeoComPass-Geschichte kam es dabei zu einer Kombination zwischen den beiden Standorten Passau und Salzburg mit einem besonders hochkarätigen Vortragsgast – Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ernst Ulrich von Weizsäcker: Umweltwissenschaftler, ehemaliger Politiker, und Co-Präsident des Club of Rome. Dass die virusbedingte GeoComPass-Programmpause so lange dauern würde, hätte sich im Februar 2020 niemand so richtig vorstellen können, wie Werner Gamerith von GeoComPass beteuerte. Aus wenigen Wochen wurde viele Wochen, aus vielen Wochen mehrere Monate, schließlich eineinhalb Jahre.

Der Passauer Universitätspräsident, Prof. Dr. Ulrich Bartosch, und der Rektor der Universität Salzburg, Prof. Dr. Dr. h.c. Hendrik Lehnert, wünschten dem Verein, dessen Mitgliederentwicklung sich während der Krise an beiden Standorten tatsächlich wenig krisenanfällig zeigte, ja in Salzburg sogar einen positiven Trend aufzeigte, einen erfolgreichen, vorerst digitalen Neustart.

Im Anschluss folgte der didaktisch vorzüglich aufgebaute und mit verständlichen Beispielen illustrierte Vortrag vor über 130 Gästen im digitalen Zoom-Raum. Prof. von Weizsäcker arbeitete sich dabei in mehreren Vergleichen der Umweltsituationen von der Antike bis in die Gegenwart vor. In der alten Welt der ersten Philosophen wie Sokrates, ja selbst viel später zu Zeiten Immanuel Kants war die Welt noch leer. Heute ist sie mit 7,7 Milliarden Menschen überfüllt. In dieser neuen vollen Welt bedarf es neuer Aufklärung, nachhaltiger Politik, neuen Denkens, so das eindringliche Plädoyer von Weizsäckers. Was also geändert werden muss? Einiges. Was aktuell geändert wird? Viel zu wenig. Nüchtern kommt er zu dem Ergebnis, dass die klimafreundliche, aber dennoch eigenbrötlerische Politik Deutschlands nur ein Tropfen auf dem heißen Stein der globalen Umweltprobleme sei. Ohne Zusammenarbeit der mächtigsten G20-Länder sei eine „neue Aufklärung“ jedoch unmöglich, und solange weiterhin allein Geld die Welt regiere, ohnehin unvorstellbar, so von Weizsäcker.

 

 

Text und Foto: Julia Kammerer

 

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