Sibirien - Raum Ohne Perspektive?

GeoComPass THEMA | Ist das große Kolonisationsprojekt Russlands in Sibirien bald zu begraben? Wie ist die Zukunft dieser ressourcengesteuerten Erschließung zu beurteilen? Lässt sich eine völlige Abwanderung vermeiden?

Referent

Göler, Daniel
Prof. Dr.

Start

27. Juni 2011 - 19:00

Ende

27. Juni 2011 - 21:00

Adresse

Innstraße 31, 94032 Passau   Zu Google Maps

„Sibirien wird den Reichtum Russlands mehren“ – so schrieb schon im 18. Jahrhundert der russische Gelehrte Lomonossow. In der Tat galten Sibirien und der Ferne Osten in der Sowjetunion dann als ausgesprochene Perspektivräume. Der Hohe Norden war Ziel enormer Investitionen und umfangreicher Erschließungsmaßnahmen. Seit Beginn der Transformationsphase zählen Teile der nördlichen Peripherie jedoch zu den Krisenregionen Russlands. Es lassen sich unzählige Beispiele einer regressiven Raumentwicklung anführen: „Sterbende Städte“ und aufgelassene Siedlungen sind Zeugnisse eines ganz massiven Bevölkerungsschwundes. Andererseits zeichnet sich jedoch ein abermaliger Vorstoß in den Norden ab, nun allerdings unter anderen Vorzeichen und mit neuen Methoden. Der Vortrag geht der Frage nach, ob Sibirien und der Ferne Osten einen Raum ohne Perspektive darstellen und inwieweit Lomonossows Worte auch im 21. Jahrhundert gelten.

 

Bildnachweis: By AlGaman (http://www.panoramio.com/photo/69448194) CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

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