Prähistorie bis in unsere Zeit: Zur Geschichte und Kultur der Menschen Melanesiens

GeoComPass SPECIAL | Woher rührt die enorme kulturelle Vielfalt auf Neuguinea? Und warum ist die Insel ein Juwel für die ethnologische Forschung?

GeoComPass SPECIAL | Woher rührt die enorme kulturelle Vielfalt auf Neuguinea? Und warum ist die Insel ein Juwel für die ethnologische Forschung?

Referent

Start

4. Mai 2015 - 19:00

Ende

4. Mai 2015 - 21:00

Adresse

Innstraße 31, 94032 Passau   Zu Google Maps

Neuguinea, die zweitgrößte Insel der Erde nach Grönland, wurde vor etwa 65.000 Jahren von den Papua besiedelt, die wegen der Eiszeit und der Absenkung des Meeresspiegels weitgehend trockenen Fußes einwandern konnten. Seither hat sich in diesem vom restlichen Weltgeschehen nahezu abgeschotteten „Laboratorium der Kulturen“ ein faszinierender Reichtum an Sprachen und gesellschaftlichen Traditionen herausgebildet. Vor etwa 4.000 Jahren erreichten seefahrende austronesische Gruppen die Region und begannen, sich mit den Papua zu mischen; sie wurden die Ahnen der Polynesier. Im Jahre 1965, also vor 50 Jahren, begann der Vortragende ethnomedizinische Feldstudien im damaligen Territory of Papua New Guinea, seither hat er in verschiedenen Regionen gearbeitet, u.a. bei den Trobriandern in der Salomonensee Papua-Neuguineas sowie bei den 1974 noch steinzeitlich lebenden Eipo im Hochland der jetzigen Provinz Papua (Indonesisch-Neuguinea), die durch seine Initiative 2014 ein Kulturzentrum bekommen haben, in dem Filme, Photos und Publikationen des DFG-Teams (1974-80) den Einheimischen ein Stück ihrer Geschichte zurückgeben. In einem dramatischen Wandel haben sie sich inzwischen der globalen Welt geöffnet: Etliche der jungen Leute haben ihre Studien an verschiedenen Universitäten Indonesiens abgeschlossen und sind bereit, die politische Zukunft ihres Landes mitzubestimmen: vom Steinbeil zum Computer in einer Generation. Im Vortrag werden diese neuen Entwicklungen, aber auch die traditionelle Lebensweise verschiedener Kulturen geschildert. Genau genommen ist der Unterschied von dort zu hier nicht groß: Es handelt sich stets um homo sapiens mit seiner primär einheitlichen biopsychischen Ausstattung. Universalien des Wahrnehmens, Fühlens, Denkens und Verhaltens werden daher im Vordergrund der Betrachtung stehen.

 

Bildnachweis: von Flickr user: Tarotastic http://www.flickr.com/photos/tjt195/ CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

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