Migration aus Nordafrika: Muster, Potentiale und europäische Perspektiven

GeoComPass THEMA | Das Mittelmeer ist zum großen Seegrab afrikanischer Migranten geworden. Welche Migrationssysteme steuern das Wanderungsgeschehen zwischen Afrika und Europa? Und wie wird dieses politisch instrumentalisiert und von den Medien dargestellt?

Referent

Pott, Andreas
Prof. Dr.

Start

26. Mai 2014 - 19:00

Ende

26. Mai 2014 - 21:00

Adresse

Innstraße 31, 94032 Passau   Zu Google Maps

Nicht erst seit dem Massentod afrikanischer Flüchtlinge vor Lampedusa im Oktober 2013 ist Migration aus Nordafrika zu einem kontrovers diskutierten Thema geworden. Aus europäischer Perspektive gewinnt Nordafrika als Quellgebiet und Transitraum internationaler Wanderungen bereits seit einigen Jahren zunehmend an Bedeutung. Neben Flüchtlingsbewegungen, die in den Massenmedien oft einseitig als Bedrohung erscheinen, bestimmen postkoloniale Arbeitsmigrationen, informelle Wanderungsbeziehungen und neue Formen der zirkulären Migration die Diskussion. Der Vortrag gibt einen Überblick über das aktuelle Wanderungsgeschehen und interpretiert dieses als Bestandteil und Folge komplexer, historisch gewachsener Migrationssysteme. Um sie zu verstehen, ist der Blick ebenso auf nordafrikanische Migrationspotentiale, gesellschaftlichen Wandel und transmediterrane Netzwerke wie auf europäische Aufnahmekontexte und ihre Versuche der migrationspolitischen Steuerung und Abwehr zu richten.

 

Bildnachweis: von Jonskonline (Eigenes Werk) CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

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