„Land grabbing“ in Afrika – ein Kontinent wird neu verteilt

GeoComPass THEMA | Ein neuer Wettlauf um Afrika hat eingesetzt, bei dem nicht nur Ländereien verteilt werden. Welche Staaten beteiligen sich an diesem neuen "scramble for Africa"? Und verliert Afrika dabei mehr als sein Land?

GeoComPass THEMA | Ein neuer Wettlauf um Afrika hat eingesetzt, bei dem nicht nur Ländereien verteilt werden. Welche Staaten beteiligen sich an diesem neuen "scramble for Africa"? Und verliert Afrika dabei mehr als sein Land?

Referent

Start

4. November 2013 - 19:00

Ende

4. November 2013 - 21:00

Adresse

Innstraße 31, 94032 Passau   Zu Google Maps

Die globalen Energie-, Nahrungs-, Finanz- und Umweltkrisen in den Jahren 2007/08 haben zu einer Wiederentdeckung des Agrarsektors und zu einer weltweiten Welle von Landinvestitionen neuen Ausmaßes geführt. Vorsichtige Schätzungen gehen davon aus, dass weltweit rund fünfzig Millionen Hektar Land betroffen sind und sich etwa ein Drittel dieser Flächen in Afrika befinden. Die Weltbank geht davon aus, dass bis 2030 weltweit jährlich weitere sechs Millionen Hektar landwirtschaftlicher Fläche auf diese Art und Weise neu erschlossen oder umgenutzt werden. Der Großteil dieser Flächen soll in Afrika erschlossen werden. Während Befürworter darin eine Entwicklungschance für kapitalarme und strukturschwache Agrarwirtschaften sehen, bezeichnen Kritiker den Prozess als „Land Grabbing“ (Landraub). Dabei verurteilen sie insbesondere, dass Länder, die auf internationale Lebensmittelhilfen angewiesen sind, ihre fruchtbarsten Flächen an internationale Investoren veräußern. Der Vortrag möchte diese Debatte nachzeichnen und aufzeigen, wie schwer es ist, sich ein eindeutiges Bild über diese Entwicklung zu machen.

 

Bildnachweis: von Oxfam East Africa CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

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