Goldfieber im Bayerischen Wald

GeoComPass UNTERWEGS | Über welche bergbaulichen Ressourcen verfügte der Bayerische Wald? Gibt es noch Spuren des einstigen Goldabbaus? Und lohnt die Suche danach heute noch?

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Start

4. Juli 2015 - 8:00

End

4. Juli 2015 - 18:00

Gold hat über die Jahrtausende nichts von seiner Faszination verloren. Seit dem 4. Jahrtausend v. Christus für rituelle Gegenstände und Schmuck verwendet, ist es heute ein unentbehrlicher Bestandteil vieler High-Tech- Produkte und dient den Finanzjongleuren der Wirtschaft als wertstabile Geldanlage. Während die klassischen Förderländer wie China, Australien, Russland und die USA allgemein bekannt sind, geriet das bayerisch-böhmische Grundgebirge als Goldabbaugebiet nahezu in Vergessenheit. Doch wurde hier bereits seit der Bronzezeit bis ins Hochmittelalter kommerziell Gold abgebaut. Die auch heute noch gut erkennbaren Seifenhügel aus dieser Zeit wurden teilweise erst in den 1990er Jahren von der Wissenschaft zur Kenntnis genommen. So haben die Prospektoren in der Vergangenheit Abraumhalden und Hügellandschaften von immensen Ausmaßen hinterlassen, die einen Einblick in die historisch-politische Bedeutung des Goldes und damit auch der Region Böhmerwald/Bayerischer Wald geben können. Die Exkursionsroute führt zu einigen Zeugnissen dieses historischen Goldrausches durch den Bayerischen Wald und seine angrenzenden Regionen in Böhmen. Im tschechischen Kašperské Hory (Bergreichenstein) werden dann die ökonomischen Chancen und die ökologischen Risiken der dort geplanten Wiederaufnahme des Goldabbaus diskutiert. Abschließend erfolgt für jeden der Griff zur Goldwaschschüssel – Goldgräberstimmung und kalte Füße garantiert!

 

 

Bildnachweis: von Zdeněk Fiedler (Eigenes Werk) CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons