Diamanten in Antwerpen – Transnationale Mobilität von Unternehmern, Wissen und Produktion

GeoComPass THEMA | Eine sehr verschwiegene und fast hermetische Branche, deren Produktions- und Vertriebsnetzwerk dennoch die gesamte Welt umspannt: Welche Wege beschreiten Wissen, Unternehmer und Kunden im Diamantenhandel, und wie gestalten sich die Netzwerke dieser Akteure?

GeoComPass THEMA | Eine sehr verschwiegene und fast hermetische Branche, deren Produktions- und Vertriebsnetzwerk dennoch die gesamte Welt umspannt: Welche Wege beschreiten Wissen, Unternehmer und Kunden im Diamantenhandel, und wie gestalten sich die Netzwerke dieser Akteure?

Referent

Henn, Sebastian
Prof. Dr.

Start

15. Januar 2018 - 19:00

Ende

15. Januar 2018 - 21:00

Adresse

Innstraße 31, 94032 Passau   Zu Google Maps

Seit mehr als 500 Jahren nimmt die belgische Stadt Antwerpen eine zentrale Rolle in der Bearbeitung von Diamanten und im Diamantenhandel ein. Traditionell war der belgische Diamantsektor von kleinen jüdischen Familienunternehmen geprägt. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges setzte eine Entwicklung ein, die in der Destabilisierung der historisch gewachsenen Strukturen resultierte: Einerseits trugen geflohene Juden aus Europa zur Ausbildung konkurrierender Schleif- und Handelszentren bei (z. B. New York), andererseits gewannen insbesondere seit den 1960er Jahren einige wenige Familien aus Westindien starken Einfluss im weltweiten Handel mit Diamanten. Insbesondere dadurch kam es zu einer räumlichen Reorganisation des Diamantensektors, die der Vortrag auf Grundlage einer Verknüpfung der Konzepte der transnationalen Unternehmer und der regionalen Cluster diskutiert.

Bildnachweis: Henn

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