Das französische Überseegebiet Kanaky-Neukaledonien zwischen Entkolonialisierung und Rohstoffabbau

GeoComPass SPECIAL | Aus Frankreichs großer Insel im Pazifik dringen nur relativ wenig Nachrichten nach Europa. Welche Ressourcen prägen Neukaledonien? Und öffnen sich Wege, die Abhängigkeit von den Ressourcen zu entschärfen?

Referent

Kowasch, Matthias
Dr., Lektor

Start

26. Januar 2015 - 19:00

Ende

26. Januar 2015 - 21:00

Adresse

Innstraße 31, 94032 Passau   Zu Google Maps

In Zeiten weltweit knapper werdender Rohstoffe ist auch der Südpazifik, insbesondere Melanesien, immer stärker in den Fokus international agierender Konzerne geraten. Das französische Überseegebiet Neukaledonien besitzt ca. ein Viertel der globalen Nickelvorkommen – ein als strategisch eingestufter Rohstoff. Frankreich ist neben Großbritannien der letzte europäische Staat, der Territorien im Südpazifik besitzt. Neukaledonien, von der kanakischen Unabhängigkeitsbewegung „Kanaky“ genannt, steht dementsprechend auf der UN-Liste der „Non-Self-Governing Territories“. Seit dem Bürgerkrieg in den 1980er Jahren verfügt das Land über einen politischen Übergangsstatus, der einen schrittweisen Transfer politischer Kompetenzen von Frankreich an die neukaledonische Regierung vorsieht. Dem Nickelsektor kommt eine entscheidende Rolle bei diesem für Frankreich einmaligen Prozess der Entkolonialisierung zu. Der Vortrag beleuchtet die Verflechtungen von Ressourcenabbau und Politik und hinterfragt kritisch den Entkolonialisierungsprozess in dem französischen Überseegebiet. Die Partizipation der indigenen Kanak-Bevölkerung wird dabei ebenso analysiert wie politische Strukturen und Konfliktpotenziale im Nickelsektor.

 

Bildnachweis: von Fourrure (Flickr: Col de Prony) CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

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